Kurzmeldungen

Wirtschaftsfaktor Immobilien

Gut 10 Prozent trägt die österreichische Immobilienwirtschaft im engeren Sinne zur gesamten Bruttowertschöpfung bei. Noch beeindruckender: 1,13 Billionen Euro beträgt das Nettoanlagevermögen, also jenes Geld, das in Immobilien investiert ist. Der Immobilienanteil der gesamten Veranlagungen ist mit 82,5 Prozent im europäischen Vergleich recht hoch. Pro Kopf besitzt jeder Österreicher durchschnittlich fast 130.000 Euro in Bauten gebundenes Kapital – damit liegt Österreich an der Spitze deutlich vor Schweden und Deutschland. Die Zahlen wurden im Juni in der Studie „Wirtschaftsfaktor Immobilien 2017“ publiziert, die von der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) und den großen deutschen Immobilien­verbänden BID, Haus & Grund und DV
durchgeführt wurde.

Österreich weist das höchste Pro-Kopf-Immobilienvermögen Europas auf. Rund 130.000 Euro Betongold gehören jedem – zumindest theoretisch.

Ein Guide durch den BIM-Dschungel

Building Information Modelling (BIM) hält die Welt der Planer und Bauer in Atem. Viel wurde geredet, jetzt wird es ernst. Mit 2018 wird die digitalisierte Methode BIM bei Aufträgen der öffentlichen Hand in Österreich verpflichtend. Mit BIM lassen sich die maßgeblichen für ein Bauprojekt erforderlichen Informationen integrieren, administrieren und innerhalb der Projektpartner austauschen. So können wesentliche architektonische, technische, physikalische und funktionale Eigenschaften eines Bauwerks digital abgebildet und somit mehrdimensionale Planungsergebnisse erzeugt werden. Das internationale Construction-­Team von CMS hat zu dem Thema einen e-Guide herausgebracht. Hier wird die Basisinformation zu BIM zusammengefasst und dann länder­spezifisch der aktuelle Stand der Entwicklung bzw. die (gesetzlichen) Rahmenbedingungen übersichtlich analysiert. „BIM wird die gesamte Planung revolutio­nieren. Ob sich der größtmögliche Nutzen daraus generieren lässt, hängt auch davon ab, wie umsichtig die Implementierung von BIM in die bestehenden Prozesse erfolgt“, ist Nikolaus Weselik, Partner von CMS Reich-Rohrwig Hainz und Koautor des Guides, überzeugt. Der „e-Guide on Building Information Modelling (BIM)“ ist kostenlos unter www.cms.law/en/AUT/Publication/CMS-Guide-­to-Building-Information-Modelling-BIM abrufbar. Einen weiteren hilfreichen Leitfaden für die Praxis mit BIM stellt Drees + Sommer zur Verfügung: www.bim-blog.de/bim-praxisleitfaden-1-0

Hurra, mehr Wohnanalysen!

Zwei neue Analysen des Wiener Wohnungsmarktes ­gesellen sich zu dem bereits seit fünf Jahren erscheinenden „ersten“ Wohnungsmarktbericht Wien von EHL und der BUWOG. Das macht Sinn, denn die Untersuchungen ergänzen sich. Der Villenreport von Otto Immobilien analysiert zum ersten Mal die elegante Immobilienart, die für viele als Traumhaus gilt. „Als Villa haben wir ein meist freistehendes Ein- oder Mehrfamilienhaus mit großzügigem Garten definiert“, so ­Alexander Bosak, Leiter der Research-Abteilung bei Otto Immobilien. 2.889 Villen konnten ausgemacht werden, die meisten davon (71 Prozent) finden sich in Währing und Döbling. Das Preisniveau sei seit 2009 um durchschnittlich 7,13 Prozent pro Jahr ge­stiegen. Die Österreich-Niederlassung des welt­weiten Immo-Dienstleisters CBRE hat im Sommer die großvolum­igen Wohnbauten der Bundeshauptstadt unter die Lupe genommen. Der Beweggrund laut Georg Fichtinger, Head of Investment Properties CBRE: „Die Renditen von Gewerbeimmobilien haben sich geändert und großvolumiges Wohnen wird auch in Österreich für institutionelle Anleger interessant.“ Der ­Bericht ­behandelt ausschließlich mehrge­schossigen Wohnungs­neubau in Wien und ist für Entwickler und Investoren interessant. www.cbre.at, www.ehl.at, www.otto.at

Große Investoren entdecken den österreichischen Wohnungsmarkt – sie kaufen großvolumige Bauten. Der Turm 3 des Triiiple etwa wurde diesen Sommer von Corestate erworben.

Neuer Marktplatz der Mehrwerte

ELYFANT, das ist eine neue Plattform, die gleich mehrere Lösungen bietet. Immobiliensuchenden bietet sie Objekt­inserate und darüber hinaus diverse Leistungen rund um die Immobilie – ein klarer Mehrwert, wenn man für das neue Zuhause eine vergünstigte Küche, eine passende Finanzierung oder eine der besten Umzugsfirmen bekommt. Der Erstkontakt läuft dabei immer über den Makler, der sein Serviceangebot verbreitern kann. Dazu nutzt er den eigenen B2B-Marktplatz von ELYFANT wie einen digitalen Katalog. Klickt er auf ein Partnerangebot, setzt er damit auch gleich automatisierte Prozesse in Gang. Die Plattform startet Ende September, der B2B-Marktplatz Anfang 2018. Die Immobilieninserate sind für Makler kostenlos. www.elyfant.at

 

Facebooktwitter Nach Oben | zurück