Proptechs – Die Mutigen

REVAL: Investments durch die Crowd

reval

Eines der Start-ups, die mit der Crowd arbeiten wollen – die Gründer: Patrick Hollinsky, Philipp Hain und Philipp Gröfler

Die Idee
REVAL nutzt Lending-Based Crowdinvesting speziell für Immo­bilienprojekte und bietet neben Crowdinvesting über seine strategischen Partner und Miteigentümer ViennaEstate Immobilien AG und Kerbler Holding GmbH auch andere Formen von Immobilieninvestitionen an (Vorsorgewohnungen, Anleihen und weitere Beteiligungsformen).
Seit wann gibt es das Produkt?
Die Plattform gibt es in ihrer heutigen Funktionalität seit Ende 2015.
In welcher Phase befindet es sich?
Derzeit ist es das Ziel, schnell einen Trackrecord aufzubauen und sich einen Namen in der alternativen Immobilien­finanzierung, 2017 speziell in Österreich, zu machen.
Wer ist die Zielgruppe?
Als Vermittler haben wir einerseits eine B2B-Zielgruppe (Emittenten, also professionelle Bauträger) und eine ­B2C-Zielgruppe (die Crowd bzw. die Kleinanleger).
Woher kommt das Geld?
Wir haben im November 2016 unsere erste Finanzierungs­runde mit der Kerbler Holding (5 Prozent) und ViennaEstate Immobilien AG (30 Prozent) abgeschlossen. Dies dient uns nicht nur als Türöffner, sondern verschafft uns auch ein tolles Markt-Know-how und Immobilienwissen.
reval.co.at


ADEQAT: Matching-Tool für Investments

adeqat

Bauen einen geschützten Bereich für Investments auf: Karl Derfler, Franz Helbrich und Herbert Logar

Die Idee
ADEQAT übersetzt den Transaktionsprozess von Immobilien ins Digitale. Zu diesem Zweck wurden zwei Produkte entwickelt – eines für den Abgeber und eines für den Investor. Mit dem webbasierten Investorenportal ADEQAT können Kunden ihre Investmentstrategie in Form von Suchprofilen definieren und erhalten dabei in Echtzeit eine maßgeschneiderte Analyse der Marktnachfrage im gesuchten Bereich. Zugang zum jeweils persönlichen Investmentbereich haben aktuell rund 450 ausgewählte Investoren, die ein Nachfragevolumen von über 18 Milliarden Euro vertreten. Mit der zweiten Dienstleistung namens SOUNDING werden die Abgeber angesprochen. Hier können Projekte anonymisiert den infrage kommenden Portalinvestoren vorgestellt werden, die dann auch gleich ein unverbindliches Preissignal dazu senden können. So ist es möglich, den optimalen Vermarktungspreis auf Basis einer repräsentativen Marktmeinung zu bilden und gleichzeitig den Kreis attraktiver Interessenten für den integrativen Verkaufsprozess einzugrenzen. Investoren wiederum haben vorab Zugang zu einer Immobilie, die sich noch nicht offiziell am Markt befindet. Dabei werden die Identität der Immobilie und die der Investoren wechselseitig erst zu Beginn des tatsächlichen Verkaufsprozesses genannt.
Seit wann gibt es die Software?
Der Prozess der Digitalisierung begann bereits 2015, die beiden Produkte basieren darauf und wurden im April 2017 gelauncht.
In welcher Phase befindet sich die Idee?
An der Weiterentwicklung beider Tools wird bereits gearbeitet.
Wer ist die Zielgruppe?
Das ADEQAT-Portal spricht Investorengruppen wie Private, Stiftungen sowie institutionelle Anleger, aber auch Bauträger und Projektentwickler quer über alle Assetklassen an. ADEQAT SOUNDING wird derzeit für die Assetklassen Wohnen und Gewerbe im Raum Wien angeboten und ist ein klares Abgeberprodukt für Projekte ab rund 1,5 Millionen Euro.
Arbeiten Sie mit Eigenkapital oder haben Sie schon ­Finanzierungsrunden hinter sich?
Alle Entwicklungen wurden komplett mit Eigenkapital finanziert.
www.adeqat.com


DROOMS: Virtueller Datenraum mit künstlicher Intelligenz

Drooms

Alexandre Grellier und Jan Hoffmeister, Geschäftsführer Drooms, kennen noch Kellerabteile als Datenräume.

Die Idee
Bevor eine Gewerbeimmobilie um etliche Millionen Euro ver- oder gekauft wird, muss diese natürlich intensiv geprüft werden. Dieser Vorgang nennt sich Due Dilligence. Logisch, dass dafür Unmengen an Informationen über das Gebäude nötig sind. Sie werden in einem Datenraum gesammelt und den infrage kommenden Käufern zur Verfügung gestellt. Die Gründer von Drooms haben in ihrer beruflichen Laufbahn selber etliche Due Dilligences begleitet. Damals wurde die Prüfung der Dokumente physisch durchgeführt – meist verbrachten Anwälte und Berater die Tage in Kellerräumen voller Akten. Im digitalen Datenraum geht alles flotter. Neben solchen virtuellen Datenräumen fürs Transaktionsgeschäft hält Drooms mit vielen Großkunden Vereinbarungen für Permanentdatenräume für die Pflege und Aktualisierung ihrer Portfolios.
Seit wann gibt es das Produkt?
Drooms wurde 2001 von Legal- und M&A-Spezialisten gegründet und wird von den beiden Inhabern Jan Hoffmeister und Alexandre Grellier geführt. Die Muttergesellschaft sitzt in Zug in der Schweiz, der deutsche Hauptsitz ist in Frankfurt/Main. Zudem gibt es Standorte in München, London, Paris, Amsterdam, Wien, Madrid und Mailand.
In welcher Phase befindet sich Drooms?
Der Markt der Datenräume ist aktuell im Umbruch. Nach zweijähriger Entwicklung wurde die neue Version Drooms NXG auf den Markt gebracht, sie ermöglicht automatisierte Prozesse innerhalb des Datenraums, erstmalig kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz. Unter anderem sind die Algorithmen des neuen Produkts in der Lage, selbstständig die Inhalte eines Datenraums zu analysieren und die relevanten Informationen für die Bewertung durch den Nutzer herauszufiltern, was für den Markt eine Umwälzung und Vereinfachung bestehender Prozesse bedeutet.
Wer ist die Zielgruppe?
Drooms ist B2B und besonders auf ein paar Bereiche spezialisiert – unter anderem auf Immobilientransaktionen. Zum Kundenstamm gehören weltweit führende Immobilienunternehmen, Berater, Kanzleien und Konzerne wie die METRO GROUP, Evonik, Morgan Stanley, JLL, JP Morgan, CBRE, REWE oder die UBS.
Arbeiten Sie mit Eigenkapital oder haben Sie schon ­Finanzierungsrunden hinter sich?
Um die Kapitalbasis zu stärken und die Internationalisierung voranzutreiben, begab sich Drooms 2011 auf die Suche nach einem langfristigen Investor. Einen Partner auf Augenhöhe fand man mit der J. F. Müller & Sohn AG.
www.drooms.de


STORE.ME: Lagerlösungen zum Mieten

store.me

Die Geschäftsführer von store.me: Christoph Sandraschitz, Johannes Braith und Ferdinand Dietrich – Stauraum soll geteilt werden.

Die Idee
Store.me bringt die Selfstorage-Branche in das Zeitalter der Digitalisierung. Auf der größten deutschsprachigen Lager­platzbörse können derzeit über 380.000 Quadratmeter an Stauräumen wie Kellerabteile, Garagen, aber auch Lagerhallen vermietet bzw. angemietet werden. Darüber hinaus vermietet das heimische Start-up auch Storeboxen – also Lagerabteile zwischen 1 und 15 Quadratmetern. Der Buchungsprozess für die Boxen wie auch das Zutrittssystem sind komplett digitalisiert und können über die Website und Apps abgewickelt werden. Luftfeuchtigkeit und Temperatur können jederzeit und von überall abgefragt werden. Die Strategie sieht ein Angebot an etlichen kleinteiligen Storeboxen in ganz Wien bzw. Österreich vor. Zusätzlich zu den Lagerdienstleistungen werden auch Versicherung und Transport bzw. Umzüge angeboten. Für letzteres Service wurde von store.me der weltweit erste Umzugs-Chatbot entwickelt.
Seit wann gibt es store.me?
Die Lagerplatzbörse store.me ging im Jänner 2016 an den Start. Der erste Storebox-Standort wurde im Jänner 2017 gelauncht. Seitdem wird jeden Monat ein weiterer Standort eröffnet.
In welcher Phase befindet sich das Unternehmen?
In der Wachstums- bzw. Skalierungsphase. Der Proof of Concept wurde erreicht und die Expansion und Marktdurchdringung werden weiter vorangetrieben. Das Team ist auf über 10 Köpfe angewachsen.
Wer ist die Zielgruppe?
Vornehmlich Privatpersonen und EPU/KMU, die in ihrer direkten Nähe ein Lager suchen. In Kooperation mit Immobilienentwicklern bzw. Eigentümern ermöglichen unsere standardisierten Storeboxen eine Monetarisierung von leer stehenden Geschäftsflächen in B- und C-Lagen.
Arbeiten Sie mit Eigenkapital oder haben Sie schon ­Finanzierungsrunden hinter sich?
Anfänglich wurde mit dem Eigenkapital der drei Gründer gearbeitet. Für die weitere Skalierung wurden neben dem Business Angel Johann Hansmann auch Investoren wie die Schweizer Martin Global AG sowie Markus Ertler, Gründer der Plattform immobilien.net, an Bord geholt.
www.store.me


IMMOMARIE: Das charmante Akquise-Tool

Immomarie

Markus Steinböck von der 3SI Immogroup: Immomarie ist ein aufgepepptes Suchinserat.

Die Idee
Mit der Immomarie wollte die 3SI Gruppe ihre Akquiseaktivitäten verstärken und das althergebrachte Suchinserat in ein neues, frisches Outfit packen. Das scheint gelungen. Im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit von Immobilienverkäufern ist die Immomarie weit vorne. Dass hinter der Immomarie nicht nur eine neue Internetplattform, sondern mit dem traditionsreichen Familienunternehmen 3SI Immogruppe (der Familie Schmidt) ein gestandenes Unternehmen steht, ist wichtiger Erfolgsaspekt.
Seit wann gibt es das Produkt?
Im September 2016 wurde gestartet.
In welcher Phase befindet sich das Proptech?
Die Plattform ist in ihren Basisfunktionen fertig, derzeit wird daran gearbeitet, den Usern auch inhaltlichen Zusatznutzen rund um das Thema Immobilie zu bieten. Das beinhaltet Fachbeiträge und in Kürze auch echte Tools, die den Usern schnell und problemlos wichtige Fragen für ihren bevorstehenden Immobilienverkauf beantworten.
Wer ist die Zielgruppe?
Private Immobilien­eigentümer
Wer hat das bezahlt – Eigenkapital oder gab es schon Finanzierungsrunden?
Immomarie arbeitet ausschließlich mit Eigenkapital der 3SI Immogroup.
www.immomarie.at


IMMOSUCHMASCHINE: MetaSuche als Vereinfachung

Gernot Singer, immosuchmaschine

Gernot Singer ­gründete die Metasuchplattform Immosuch­maschine als Pionier.

Die Idee
Wesentliche Vereinfachung und Zeitersparnis bei der Immobiliensuche, indem Inserate diverser Immobilienportale und Kleinanzeigenseiten aggregiert und gemeinsam durchsuchbar gemacht werden.
Seit wann gibt es die Software?
Seit April 2010 in Österreich, seit April 2015 in Deutschland.
In welcher Phase befindet sich das Unternehmen?
Das Produkt wurde über die Jahre mehrmals optimiert und zuletzt Ende 2016 einem Relaunch unterzogen. Markt: In Österreich gute Nummer 2 bei den Suchmaschinen (450.000 Visits pro Monat), in Deutschland noch ausbaubar (210.000 Visits pro Monat).
Wer ist die Zielgruppe?
Immosuchmaschine wird größtenteils von privaten Nutzern verwendet, gewerbliche User nutzen es aber auch für Vergleichs- und Recherchezwecke.
Arbeiten Sie mit Eigenkapital oder haben Sie schon Finanzierungsrunden hinter sich?
Seit Beginn 100 Prozent Eigenkapital.
www.immosuchmaschine.at


MCMAKLER: Online-Offline-Hybrid

McMakler-Gründer und Geschäftsführer Lukas Pieczonka und Hanno Heintzenberg

Rollen den Maklermarkt auf: McMakler-Gründer und Geschäftsführer Lukas Pieczonka und Hanno Heintzenberg

Die Idee
McMakler bietet alle Maklerdienstleistungen für Miet- und Kaufimmobilien für Geschäfts- und Privatkunden aus einer Hand. Als einziger Hybrid-Makler in Deutschland und Europa verbindet das Unternehmen modernste Vermarktungs- und Kommunikationstechnologie mit der persönlichen Betreuung der Kunden vor Ort durch ein eigenes Maklernetzwerk. Für Immobilienverkäufer sind die Dienstleistungen von McMakler zu 100 Prozent kostenfrei, in der Vermietung werden günstige Pauschalpreise ab 498 Euro angeboten.
Seit wann gibt es die Dienstleistung?
McMakler wurde 2015 gegründet. Mit der Einführung des Bestellerprinzips in Deutschland wurde offensichtlich, dass es eine Branche gab, in der bis dahin wenig auf das Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet werden musste, da die Makler-Courtagen direkt an den Mieter weitergereicht wurden. Das hat sich schlagartig geändert.
In welcher Phase befindet sich McMakler?
McMakler ist der schnellstwachsende Immobilien­makler Deutschlands. In den letzten zwölf Monaten hat das Unternehmen mit Hauptsitz Berlin Objekte mit einem Gesamtvolumen von über 50 Millionen Euro vermittelt. Das Unternehmen beschäftigt 200 Mitarbeiter, davon 100 eigene Makler an über 50 Standorten. Innerhalb von nur zwei Jahren seit Gründung können bereits über zwei Drittel aller Städte und Landkreise in Deutschland direkt von McMakler betreut werden. Das Unternehmen zielt auf eine vollumfassende Abdeckung in Deutschland noch in diesem Jahr. Obwohl McMakler später in den Markt gestartet ist als viele andere junge Proptechs, hat sich McMakler aufgrund seines Angebots durchgesetzt. Der Markt hat sich im letzten Jahr stark konsolidiert. McMakler orientiert sich inzwischen eher an den großen, traditionellen Immobilienmaklern. Die Expansion nach Österreich ist eine realistische Option, die McMakler aktuell genau prüft.
Wer ist die Zielgruppe?
Alle, die eine Immobilie reibungslos, effizient und zu guten Konditionen verkaufen, kaufen, vermieten oder mieten möchten. McMakler arbeitet für Privat- und Geschäftskunden, zum Beispiel für Immobilienverwaltungen.
Wer hat das bezahlt – Eigenkapital oder gab es schon Finanzierungsrunden?
McMakler ist auf einem starken Wachstumskurs. Für den weiteren Ausbau der Standorte in Deutschland, für die Weiterentwicklung der Technologie und zur Steigerung des Markenaufbaus haben sich die Geschäftsführer und die Investoren auf eine neue, strategisch ausgerichtete Finanzierungsrunde verständigt. Mit über 16 Millionen Euro handelt es sich um die größte Finanzierungsrunde für ein junges Unternehmen der Immobilienbranche seit Jahren.
www.mcmakler.de


PLANRADAR: Simple Baudokumentation und Mängelmanagement

Planradar

Das Gründungsteam der effizienten Applikation: Domagoj Dolinsek, Constantin Köck, Sander van de Rijdt, Clemens Hammerl und Ibrahim Imam

Die Idee
Jedes Bau- oder Immobilienprojekt weist mindestens ein bis zwei Baumängel pro 10 Quadratmeter Fläche auf, viele deutlich mehr. PlanRadar ist eine einfach anzuwendende Lösung zur Baudokumentation und für das Mängelmanagement. Sie sorgt für eine deutliche Effizienzsteigerung (bis zu 7 Arbeitsstunden Zeitersparnis pro Woche) und wird bereits von über 800 Kunden weltweit benutzt. Die meisten Unternehmen setzen PlanRadar als Tool ein, um zum Beispiel Mängel, Aufgaben oder offene Leistungen auf der Baustelle oder im Betrieb mit dem Smartphone bzw. Tablet zu fotografieren, eine Sprachnotiz hinzuzufügen und sie einer Person oder Firma inklusive einer Deadline zur Erledigung zuzuweisen und zentral zu speichern. Der Lieferant – beispielsweise ein Installateur – erledigt die Aufgabe und kann das ebenfalls in PlanRadar festhalten, dokumentieren und auf diese Weise direkt mit dem Auftraggeber kommunizieren. Auf PlanRadar kann von allen Geräten (Smartphone, Tablet oder Standrechner) und mit allen Betriebssystemen zugegriffen werden.
Seit wann gibt es das Produkt?
Die Vermarktung des Produkts ist im Oktober 2014 gestartet.
In welcher Phase befinden Sie sich?
Seit dem Start vor nicht einmal drei Jahren registrieren sich täglich neue Kunden aus der ganzen Welt für die Applikation, im Mai 2017 konnten bereits über 800 Kunden aus 17 verschiedenen Ländern verbucht werden. Ursprünglich wurde die Software für das rasche und transparente Mängelmanagement entwickelt, viele Kunden verwenden die Applikation heute aber schon im gesamten Lebenszyklus einer Immobilie, von der Planung über die Ausführung bis zum Facility Management sowie für das komplette Task- und Projektmanagement – deswegen wurde die Software jetzt auch in PlanRadar umbenannt. Überall, wo eine Planung stattfindet, kann auch PlanRadar eingesetzt werden.
Wer ist die Zielgruppe?
Die Anwendungsmöglichkeiten in der Bau- und Immobilienbranche sind vielfältig. Unternehmen jeder Größe – von Einzelkämpfern bis zu weltweiten Konzernen – setzen PlanRadar erfolgreich ein. Kunden sind beispielsweise Unternehmen wie PORR und STRABAG im Bereich Bau, ATP und ZFG als Planer und Architekten, ORTNER im Haustechnikbereich oder REWE International im Handel u. v. m.
Wer hat das bezahlt – Eigenkapital oder gab es schon Finanzierungsrunden?
Das Unternehmen wurde mit Eigenkapital und einer Förderung der AWS gestartet. Im Jahr 2017 wurde eine Finanzierungsrunde durchgeführt, um das weltweite Wachstum zu beschleunigen.
www.planradar.com


YUBAU: Baustoffe vergleichen und günstiger einkaufen

yubau

Wollen die Zuliefer­prozesse vereinfachen: ­Stefan Peter und Karl Zickler schickten ihr ­Portal im März 2017 online.

Die Idee
YUBAU.com war die Idee der beiden Gründer Stefan Peter und Karl Zickler im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Prozess- und Qualitätsmanagement in einem der größten Bauunternehmen Europas: Eine Internetplattform für den Vergleich von Baumaterialien, Werkzeugen oder Maschinen, um schnellstmöglich über Preise und Verfügbarkeiten von Händlern informiert zu sein und Baumaterialien just in time für Bau- oder Sanierungsvorhaben bestellen zu können. Die Digitalisierung und Standardisierung von diesen Prozessen soll auf YUBAU.com durch Vernetzung aller Beteiligten wie Industrie, Fachhandel und Kunden realisiert werden.
Seit wann gibt es die Software?
Die Vergleichsplattform für Baumaterialien YUBAU.com ist seit März 2017 online und erweitert seitdem kontinuierlich das Produkt- und Händlernetz, um flächendeckende Angebote von Baumaterialien sicherzustellen. Somit macht YUBAU.com allen, die selbst bauen, sanieren oder renovieren, das Suchen und Finden von Produkten leichter, indem mit wenigen Klicks Preise und Produkteigenschaften verglichen und der Händler oder Baumarkt, der für das Vorhaben das beste Angebot hat, gefunden werden kann.
In welcher Phase befindet sich YUBAU.com?
Die Vergleichsplattform ist live, nun wird das Sortiment erweitert sowie ein Warenkorb und ein Tool zur Prozessoptimierung etabliert. Parallel wird das Vertriebssystem zur Akquirierung von weiteren Kunden ausgebaut und entsprechend mit Vertriebs- und Online-Marketing-Maßnahmen begleitet.
Wer ist die Zielgruppe?
YUBAU.com ist eine B2C/B2B-Plattform. Fachhändler und Baumärkte bieten Baumaterialien, Werkzeuge oder Maschinen an und können YUBAU.com als weiteren Online-Vertriebs- und Marketingkanal nutzen. Bauherren, Privatkunden (Heimwerker) oder Architekten/Planer haben die Möglichkeit, Produkte zu vergleichen und zu kaufen. Und als B2B-Plattform mit den entsprechenden Funktionen können Bauunternehmer, -konzerne und Handwerksunternehmen ihre Einkaufsprozesse effizienter gestalten und durch gezielte Digitalisierung optimieren.
Arbeiten Sie mit Eigenkapital oder ­haben Sie schon Finanzierungs­runden hinter sich?
Mit der ersten Finanzierung konnten das Unternehmen gegründet, das interdisziplinäre, erfahrene Team aus IT-Profis, Experten der Baubranche sowie Marketingspezialisten aufgebaut und die Eigenentwicklung realisiert werden. In der aktuellen Finanzierungsphase geht es nun um Expansionskapital, mit dem die Weiterentwicklung vorangetrieben werden kann, so dass sich YUBAU.com schneller im deutschen und österreichischen Markt etabliert. Eine Expansion in weitere europäische bzw. internationale Märkte ist geplant und soll gezielt durch Re-Investitionen erzielter Umsätze vorangetrieben werden.
www.yubau.com


ROOMLE: Virtuell einrichten

Roomle

Albert Ortig ist CEO des Linzer Unternehmens Roomle.

Die Idee
Pläne erstellen, Möbel auswählen, individuell konfigurieren, Ergebnisse in 3-D und Augmented Reality (AR) betrachten und Möbel auf Knopfdruck kaufen wird mit diesem Proptech zum Kinderspiel für alle – ohne Training und Schulung. Mithilfe von 2-D/3-D/AR/VR-Visualisierungen und virtuellen 3-D-Spazier­gängen durchs Wohnzimmer von morgen macht Roomle Räume interaktiv erlebbar. Immobilien können durch virtuelles Room Staging noch besser für den Verkauf vorbereitet werden, Immobilieninteressenten erhalten einen ersten Eindruck der Qualität einer Immobilie. Das unterstützt die Vorstellungskraft und beschleunigt die Kaufentscheidung. Roomle bietet hier eine preiswerte, flexible und individuelle Alternative zum traditionellen Home Staging, das oft zeit- und kostenaufwändig ist. Die Firmen Vario Haus und die WAG Wohnungsgenossenschaft haben Roomle bereits in ihre Homepages integriert.
Seit wann gibt es die Software?
Den Roomle Web Planer und die iOS App gibt es seit 2014. Seit dem Frühjahr 2017 steht Roomle auch für Android-User im Google Playstore zur Verfügung.
In welcher Phase befindet sich das Unternehmen?
In der Ausbauphase. Die Pipeline ist groß, Themen für die Zukunft sind die Integration künstlicher Intelligenz sowie der Ausbau der Mixed-Reality-Funktionalitäten.
Wer ist die Zielgruppe?
Endkonsumenten (derzeit über 1,5 Millionen registrierte Nutzer weltweit, die über 4 Millionen Pläne angelegt haben), Immobilienmakler, Wohnungsgenossenschaften, Investoren, Möbelindustrie und Möbelhandel.
Woher kommt das Geld – Eigenkapital oder gibt es ­Investoren?
Die Finanzierung von Roomle wurde aus Eigenmitteln und von Venture-Capital-Partnern zur Verfügung gestellt. Investment-Partner sind: aws Gründerfonds und Michael Grabner Media GmbH.
www.roomle.com


FACEYOURBASE: Immobiliensuche wie die Partnerbörse

Faceyourbase

Matching-Gründer: Oskar Hasinski, Lars Kuhnke und Christian Dau

Die Idee
Faceyourbase ist eine sogenannte Matching-Plattform. Auf der einen Seite bringen Immobilienabgeber Objekte in die Plattform ein. Auf der anderen Seite registrieren sich Immobiliensuchende mit ihren Wünschen und einem klaren Profil. Die Mietervorauswahl erfolgt dann online über das sogenannte Bewerbercockpit. Alle Profile werden dem Vermieter in seinem Account angezeigt. Er kann diese anschauen, auswählen und sogar digital einen Besichtigungstermin über das System setzen – keine lästigen Anrufe mehr, keine Insertionskosten. Es findet somit vorab über das Netz ein Match zwischen Mieter und Vermieter statt – vom PC aus. Bis zu zehn vom Vermieter ausgewählte Interessenten erhalten einen eigenen Time-Slot für den Besichtigungstermin. Der Mieter fährt erst zum Termin, wenn er ausgewählt wird. Für den Vermieter bietet die Plattform auf Wunsch auch noch ein kostenpflichtiges Exposé- und Besichtigungsservice. Mit so einem System fallen für den Vermieter keine Maklerprovisionen an (trotz des in Deutschland geltenden Bestellerprinzips), das kostenlose Inserieren der Objekte hat außerdem den Vorteil, dass die Immobilien auch in weiteren bekannten Portalen vermarktet werden. Der ausgewählte Mieter zahlt laut faceyoubase maximal 39,98 Euro „Vermittlungskosten“ für seine neue Wohnung.
Wer ist die Zielgruppe?
Mieter und Privatvermieter, Hausverwaltungen, Makler.
In welcher Phase befindet sich das Proptech?
Das Start-up wurde im Juli 2014 (im Fahrwasser der Einführung des Bestellerprinzips) von den Unternehmern Lars Kuhnke und Christian Dau in München gegründet und dort als Aktiengesellschaft geführt. Ende 2016 hat sich der Energieanbieter meistro Energie GmbH aus Ingolstadt beteiligt. Gemeinsam wird im Rahmen dieser Beteiligung eine für den Energie- und Wohnungsmarkt neue digitale Leerstandsmanagement-Software entwickelt und mit der Energiewelt verknüpft. Launch der Software wird Ende des zweiten Quartals 2017 sein.
www.faceyourbase.com

 

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